FC Luzern vs FC St. Gallen

NLA
Meisterschaft
15/16
vs
13. März 2016
Spielstand: 1 - 0

Spielbericht

Der FCL mit einem Sieg im ersten Heimspiel des Jahres
Luzern gehört in der laufenden Meisterschaft zu den Spitzenteams und empfing an diesem Sonntag die ewigen Tabellenletzten. Es war zwar eine einseitige Partie zu erwarten, doch Luzern tat sich gegen die Ostschweizerinnen erstaunlich schwer. Die Gäste von Trainer Beat Naldi standen tief, machten die Räume eng und versuchten, das Gegentor so lange wie möglich zu verhindern. Mehr ist für den FC St. Gallen aktuell auch nicht möglich. Verteidigen und auf Kontermöglichkeiten warten ist die Devise. “Wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben. Wir haben keine echte Stürmerin, uns fehlt die Qualität”, so Naldi, der in seiner Karriere mit verschiedenen Vereinen schon alles erreicht hat, was man erreichen kann. In der ersten Halbzeit gelang die Umsetzung dieser Strategie auch gut. Nicht zuletzt auch dank Nicole Studer im Tor des FCSG, welche vom FCZ ausgeliehen wurde. Lobende Worte fand sie auch beim gegnerischen Team: “Die Torhüterin war sehr gut”, meinte Bigi Meier im Anschluss an die Partie. Erstmals unter Beweis stellte sie ihre Klasse, als Melina Scodeller den verdienten Führungstreffer auf dem Fuss hatte, Studer den Ball aber mit einer Glanzparade noch über die Latte lenkte. Viel mehr war aber vom FCL in der ersten Halbzeit nicht zu sehen. Die Fehlerquote war hoch, Spielverlagerungen und öffnende Pässe waren inexistent. Die Partie verlief zwar fast ausschliesslich in der Hälfte der Gäste, doch zwingende Chancen konnten nicht erarbeitet werden.

Nach dem Seitenwechsel machte Luzern das Spiel etwas breiter. Doch Studer konnte nur nach einem stehenden Ball überwunden werden. Nach einem Eckball von Melina Scodeller in der 55. Minute wagte sie sich etwas zu weit aus dem Gehäuse, der Ball segelte hinter ihrem Rücken durch und konnte von Nina Stapelfeldt über die Linie gedrückt werden. St. Gallen vermochte auch dann nicht zu reagieren. Erst in der Nachspielzeit kam so etwas wie Gefahr vor dem Tor von Nadine Böni auf. Luzern sah den Sieg wohl bereits in trockenen Tüchern, liess den Gegnerinnen zu viel Raum, den sie aber nicht nutzen konnten. Die Defensive des FCL klärte effizient genug. Meier war entsprechend mit der Leistung, trotz des Sieges, nicht, “mit den drei Punkten aber sehr zufrieden”. Auf dem schwierigen Terrain, erstmals wurde wieder auf Naturrasen gespielt, spielten beide Teams auch gegen den Platz. Beat Naldi behielt aber seinen Optimismus: “Wir sind wieder ein Stück näher gerückt, wissen wo es lang geht und müssen uns in den nächsten Spielen entsprechend verhalten.” Der FC Luzern bleibt nach der Niederlage des FC Neunkirch gegen den FC Zürich auf Rang 3, allerdings jetzt punktgleich mit den Schaffhauserinnen.

Bericht: Frauenfussball-Magazin

Die Fotos zum Spiel gibt es auf Facebook.

Spielstätteninformation

Hubelmatt

Aufstellung

1. Nadine Böni
4. Marie-Andrea Egli
5. Luana Bühler
7. Melina Scodeller
9. Saranda Hashani
11. Nina StapelfeldtTor
12. Claudia Rodrigues
16. Carmen Pulver
19. Nicole Remund
20. Rahel Graf
21. Rahel Sager

Auswechslungen

6. Tanja BlättlerWechsel7
vs Wechsel16
vs Wechsel9